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- Unternehmertum
Die meisten KMU fahren ihre Investitionspläne zurück
- Raiffeisen KMU PMI zeigt im März eine Verschlechterung der Geschäftslage
- Über 60 Prozent der exportierenden KMU kürzen ihre Investitionen
- Der grösste Unsicherheitsfaktor sind die zunehmenden handelspolitischen Spannungen
St.Gallen, 1. April 2025. Die Geschäftslage der kleinen und mittleren Industrieunternehmen in der Schweiz hat sich im März verschlechtert, wie der Raiffeisen KMU PMI zeigt. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 49,9 Punkten im Februar auf 47,9 und signalisiert damit eine anhaltend rückläufige Geschäftstätigkeit. Der Handelskrieg der USA beeinträchtigt die Planungssicherheit, weshalb viele KMU ihre Investitionspläne zurückfahren oder verschieben. Auch die ausschliesslich im Inland tätigen Betriebe zeigen eine gewisse Verunsicherung.
Eine Sonderumfrage im Rahmen des Raiffeisen KMU PMI zeigt, dass über 60 Prozent der exportierenden KMU ihre Investitionspläne aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage und der damit einhergehenden Unsicherheit zurückfahren. Jedes fünfte exportierende Unternehmen plant sogar, seine Investitionsvorhaben stark zu kürzen. Sogar unter den KMU, die ausschliesslich im Inland tätig sind, herrscht eine gewisse Verunsicherung. Hier plant rund ein Drittel der Betriebe, die Investitionspläne wegen der politischen Grosswetterlage zurückzufahren.
Der grösste Unsicherheitsfaktor für die Unternehmen sind die zunehmenden handelspolitischen Spannungen. «Derzeit ist noch schwer abschätzbar, welches Ausmass der Zollkrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt annehmen wird. Es ist gut möglich, dass einige der angekündigten Strafzölle rasch wieder zurückgenommen werden. Insgesamt ist aber mit deutlich höheren Handelsbarrieren als in den vergangenen Jahrzehnten zu rechnen. Daher ist es wenig überraschend, dass sich viele KMU mit Investitionen zurückhalten» so Domagoj Arapovic, Ökonom bei Raiffeisen Schweiz.